Artist Statement
I capture moments. Fragments of perception that contain both the past and the future but relate entirely to the present. Everything comes together in this present moment.
The impulse of the creative process determines the medium I use. Drawing, painting, and text are some of the means I choose to make the respective form of representation visible. The substrate varies, for example, between canvases, paper, used book covers, wall tiles, sketchbooks.
Some substrates already carry a story within them, which is further developed.
Texts can be understood as audible thoughts, ranging from individual words to entire passages. While I work, I enter into a dialogue with the words and let them tell me a story. My hand is often wiser than my mind. Past experiences tell of a longing for escape and non-commitment in an attempt to find a balance between true freedom and the responsibility that comes with it, which is what makes true arrival possible.
The artistic process breaks down the familiar form, creating a gap through which light can be shed on a new perspective that only emerges during the creative process.
DE
Ich halte Augenblicke fest. Wahrnehmungsfragmente, die sowohl Vergangenheit als auch Zukunft beinhalten, sich aber ganz auf die Gegenwart beziehen. In diesem Gegenwärtigen zeigt sich alles vereint.
Der Impuls des kreativen Prozesses bestimmt bei mir das Medium. Zeichnung, Malerei und Text sind einige meiner gewählten Mittel, um die jeweilige Darstellungsform sichtbar zu machen. Der Untergrund variiert zum Beispiel über Leinwände, Papier, gebrauchte Buchdeckel, Wandkacheln und Skizzenbücher.
Mancher Untergrund trägt bereits eine Geschichte in sich, die weiter ausgestaltet wird.
Texte können als hörbar gezeichnete Gedanken verstanden werden, sie reichen von einzelnen Wörtern bis zu ganzen Textpassagen. Während ich arbeite, gehe ich mit den Worten in einen Dialog und lasse mir von ihnen eine Geschichte erzählen. Meine Hand ist dabei meist spontaner und oft weiser als mein Verstand. Vergangene Erfahrungen erzählen von einer Sehnsucht nach Ausbruch und Unverbindlichkeit im Versuch, einen Ausgleich nach wahrer Freiheit und der damit verbundenen Verantwortung zu finden, die wahres Ankommen erst ermöglicht.
Der künstlerische Prozess bricht die bis dahin vertraute Form auf, ermöglicht einen Spalt, durch den Licht auf eine neue Perspektive geworfen werden kann, die erst im Schaffensprozess entsteht.
